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IKB erwartet höhere Bewertungsverluste bei Portfolioinvestments


20.03.2008
aktiencheck.de

DüsseldorfDüsseldorf (aktiencheck.de AG) - Die IKB Deutsche Industriebank AG (ISIN DE0008063306 / WKN 806330) gab am Donnerstag bekannt, dass der geplante Verkauf von Portfolioinvestments im aktuellen Marktumfeld vom Vorstand vorübergehend ausgesetzt worden ist. Die Absicht zur Veräußerung dieser Investments bestehe jedoch weiter.

Den Angaben zufolge geht die IKB wegen der negativen Entwicklung an den Finanzmärkten beim Verkauf des risikoreichen Teils ihrer Portfolioinvestments (nominal 3,0 Mrd. Euro) von zusätzlichen Verlusten in Höhe von rund 450 Mio. Euro nach Anrechnung des Risikoschirms von 1 Mrd. Euro aus. Auf dieses Portfolio hatte sie bereits 630 Mio. Euro abgeschrieben. Damit ergibt sich eine Gesamtsicherung auf dieses Portfolio in Höhe von 2,1 Mrd. Euro. Für das als sicherer eingestufte Portfolio von nominal 2,8 Mrd. Euro, auf das im Februar 2008 Marktwertverluste von 320 Mio. Euro angefallen sind, erwartet die IKB weitere Bewertungsverluste von 140 Mio. Euro.


Die höheren Bewertungsverluste führen zu einer Belastung des Eigenkapitals. Zum Ausgleich hat die KfW der IKB eine weitere Kapitalverstärkung gewährt. Diese Kapitalverstärkung in Höhe von 450 Mio. Euro ist als Darlehen mit Forderungsverzicht und Besserungsabrede ausgestaltet und umfasst die selben Elemente wie die Kapitalzuführung in Höhe von 600 Mio. Euro vom 19. Februar 2008, insbesondere auch eine Besserungsabrede mit folgenden wesentlichen Elementen: Die Besserungsansprüche aus beiden Maßnahmen betragen insgesamt 1.050 Mio. Euro (zuzüglich Kostenerstattung und Zinsen). In einem Geschäftsjahr entstehen Ansprüche nur, wenn und soweit die IKB nach ihrer Bedienung im HGB-Einzelabschluss keinen Jahresfehlbetrag ausweist. Zudem fallen Zinsen nur für solche Geschäftsjahre an, in denen die IKB nach Bedienung der Besserungsabrede keinen Jahresfehlbetrag im HGB-Einzelabschluss ausweist. Schließlich gehen die Ansprüche aus der Besserungsabrede den Ansprüchen der Genussscheininhaber und stillen Einlagen der IKB AG wirtschaftlich vor.

Wie weiter mitgeteilt wurde, erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2007/08 nun einen Verlust nach Steuern im Konzern (nach IFRS) von rund 0,8 Mrd. Euro. Dabei seien weiter erhöhte positive Bewertungseffekte der Passiva in Höhe von jetzt 1,3 Mrd. Euro (nach passiven latenten Steuern) berücksichtigt. Im Einzelabschluss der IKB AG (nach HGB) erwartet man nun einen Bilanzverlust nach Verlusttragung der Genussrechte und stillen Einlagen in der Größenordnung von 1,2 Mrd. Euro, hieß es.

Die Bedienung der Besserungsabreden in Höhe von insgesamt 1.050 Mio. Euro sowie von Wertaufholungsrechten der hybriden Kapitalgeber führt voraussichtlich dazu, dass für mehrere Geschäftsjahre keine oder nur geringe Überschüsse im Konzern und in der IKB AG ausgewiesen werden, so der Konzern.

Die Aktie der IKB verliert momentan 2,55 Prozent 4,93 Euro. (20.03.2008/ac/n/d)



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